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Taborfest für Ökumene und Kultur

15. Mai 2013

 

Der Regen wich und die Sonne lachte – gerade rechtzeitig zum Beginn der dritten ökumenischen Himmelfahrtsprozession auf den 472 Meter hohen Berg Tabor bei Wollmatingen.   Nach Gottesdiensten in St. Martin und in der Christuskirche trafen sich etwa 200 Gläubige mit Vertretern der Rumänisch-Orthodoxen Gemeinde Konstanz  und Wanderfreunde am  kleinen Kapellchen in der Litzelstetter Straße.

Nach dem Aufstieg durch Wiesen mit blühenden Obstbäumen, erwarteten die Bürgergemeinschaft Fürstenberg-Wollmatingen (BGFW)   sowie der Posaunenchor der evangelischen Gemeinde die  frommen  Wallfahrer und die strammen ,,Bergsteiger“.

BGFW-Vorsitzender Matthias Heider begrüßte die Gäste.  Gerd Morian  erläuterte die Geschichte des Berges, dessen Name sich vom  Berg der Verklärung in Israel ableitet  und  auf dem die Konstanzer schon  beteten und feierten, als man noch nicht an eine Konstanzer  Städte-Partnerschaft mit Tabor in Südböhmen dachte.

 Warum der  orthodoxe Festtagskalender hinter dem der übrigen christlichen Gemeinden hinterher hinkt, erklärte  Edith Heidel.  Deshalb waren die von Pfarrer Nemes  an seine Amtskollegen überreichten rumänischen Ostereier ganz so spät nicht.

Dem von Pfarrer Gaßmann (St. Martin) gesprochenen Wettersegen war Erfolg beschieden. Viel Beifall gab es für den von   Pfarrer Dr. Ulrich Zimmermann  intonierten  Reinhard- Mey-Song  ,,Drei Jahre und ein Tag“, passend zum 3. Taborfest.  Das Lied erinnerte freilich hauptsächlich an den Freiheitsdrang der Handwerksburschen im 19. Jahrhundert, passend dazu auch das  von Hans Wieser (Akkordeon)  zum Mitsingen angebotene Lied  ,,Die Gedanken sind frei“.

Für schwungvolle Musik sorgte nachmittags die Stadlband des Musikvereins Wollmatingen  unter Manuel Hess. 

Am Rande informierten sich die Besucher  über die alten, nicht mehr vorhandenen Tabortürme  und über mutige  Planungsvorschläge der HTWG-Architekturstudenten.

Was in den Ruinen des letzten, 2002 wegen Baufälligkeit gesprengten Taborturm  unter Leitung von Karl Blum erwirtschaftet wurde, dient als Grundstock für einen Wiederaufbau des Aussichtspunktes, von dem  nicht nur die Wollmatinger träumen. Grafittimaler und Mountainbiker hofften am Rande des Festes auf eine Legalisierung ihrer Aktivitäten auf dem Tabor durch die Behörden.

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