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Bald luftige Waldspaziergänge bei St. Katharinen

5. April 2013

,,Wollmatinger Runde“  im neuen Erlebniswald – Eröffnung 26. April

Drahtige Wipfelstürmer in 20 Metern Höhe und emsige Nonnen zwischen alten Mauerresten im benachbarten St. Katharinen. Die Gedanken der knapp 200 Gäste der Bürgergemeinschaft Fürstenberg-Wollmatingen bewegten sich am Samstag zwischen  dem Eröffnungsdatum des Klettergartens am 26. April und der Wiederbelebung des Biergartens im Ex-Kloster aus dem 13. Jahrhundert.

Gerd Morian, Organisator der 11. Wollmatinger Runde, musste mit Matthias Wagner, Gartenbauchef der Mainau, in die „Trickkiste“ greifen, um die große Zahl der Gäste auf engem Raum umfangreich zu informieren.

Die Alt-Wollmatinger Reinhard Schroff und Peter Obergfell hatten dies auf dem Anmarschweg mit zahlreichen Anekdoten über Bierhöhlen im Wald kurzweilig erledigt.  Mit alten Aufnahmen und Fakten aus der bauhistorischen Voruntersuchung des städtischen Bauamtes erläuterte Gerd Morian die 550-jährige Klostergeschichte und das 1965 geschlossene Ausflugslokal.

Die Mainau hat die denkmalgeschützten Gebäude fürs Erste gesichert. Aber ein langfristiger Erhalt wäre  nur durch eine Nutzung möglich, meinte Matthias Wagner, betonte aber, dass „eine Nutzung als ökologisches Bildungszentrum zwar angedacht, aber nicht beschlossen ist“. Die Lichtung zwischen Litzelstetten, Wollmatingen und der Mainau solle auf jeden Fall autofrei bleiben. ,,Hauptsache, wir bekommen  wieder einen Biergarten“, freute sich ein Rentner. Dieser wird Ende April öffnen und von einem Kiosk bewirtschaftet. Dort ist auch die Anmeldung für den auf der nordöstlichen Seite der Lichtung beginnenden Kletterwald.  Die Besucher staunten auf dem 100 Meter langen und sieben Meter hohen Rundweg über das Gewirr der festen Kletterhilfen und in den Lüften baumelnden Brückenteile.

80 Podeste flankieren die sechs luftigen Wege, eingeteilt in sechs Schwierigkeitsgrade.  Ab 1, 49 Meter Körpergröße gibt es Angebote –  mit Spezialgurten bis hinauf auf 20 Meter für vom Trainer ausgesuchte Spezialisten. Zwischen  fünf und elf Metern Höhe finden sich für den Anfang zwei Häuser. „Um alle Wege zu klettern ist man gut einen halben Tag unterwegs“,  erklärt Wagner.

Im Gegensatz zum Kletterpfad ist der Sinnesweg kostenfrei, ebenso die naturpädagogischen Angebote  des Erlebniswaldes. Matthias Wagner: „Die Mainau möchte alsbald für alle Alters- und Leistungsstufen ein Naturerlebnis bieten.“

Gerd Morian

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