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Visionen für den Taborturm

24. November 2012

 

Nostalgische Erinnerung an die alten Tabortürme, zukunftsträchtige Modelle für ein Vorhaben, das zum Wahrzeichen von Wollmatingen werden könnte, ja sogar zum weithin sichtbaren Signal für Konstanzer Weitblick: Architekturstudenten der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung präsentierten am 23. November  fünf von 16 Modellen für die Renaissance des Aussichtspunktes auf dem 472 Meter hohen Drumlin zwischen  Ober- und Untersee.

Die Studierenden vermittelten mit moderner Technik  atemberaubende Rundblicke zwischen den Alpenriesen und den Hegaubergen.  Den rund hundert Besuchern der Präsentation in der „Linde“ verschlug es  zuweilen die Sprache, wenn  die jungen Leute die luftigen Aussichtsplattformen  ihrer grazilen Metallskelette mittels moderner Kommunikationstechnik  bis auf  60 Meter schraubten. Dabei  sparten sie nicht mit Anregungen, um die Türme mit Club- , Schulungs-, Arbeitsräumen und Gastronomie auf eine wirtschaftliche Basis zu stellen.

Blieb die spannende Frage: Wer soll das bezahlen?  „Wenn die Petershausener und die Gebhardsgemeinde  Hunderttausende für eine neue Orgel sammel n konnten, warum sollte uns nicht  Ähnliches gelingen?“ So meinte optimistisch Matthias Heider, Vorsitzender der Bürgergemeinschaft und Stadtrat.  Wie seine Kollegin Christiane Kreitmeier zeigte er  sich von den Vorschlägen der Studenten begeistert.   Ebenso  Bau-Bürgermeister Kurt Werner:  „Der  Mensch braucht Visionen…“  Von Seiten der Stadt sagte er seine Unterstützung bei der Umsetzung des Projekts zu, wenn er auch keine finanziellen Versprechungen machen konnte.

Professorin Lydia Haack möchte sich bei der Suche nach Sponsoren aktiv mit einbringen.  Wie ihr Kollege Prof. Faltlhauser betonte sie, das Ergebnis der Semesterarbeit sei  ungewöhnlich gut: „Die Studenten haben sich sehr stark engagiert.“  Dies bestätigte auch  Gerd Morian.  Der Kulturreferent der BGFW  betonte dies im Rahmen seiner  geschichtlichen Erläuterung des seit 1831 gepflegten  Naherholungsziels mit seinen  zwei  Holztürmen, wovon der letzte vor zehn Jahren  wegen Baufälligkeit gesprengt werden musste.  Seit 2011 rücken Bürgergemeinschaft,  Kirchengemeinden,  Technisches Hilfswerk und Musikverein   das Bergplateau in den Blickpunkt. An diesem Abend wurden auch Kontakte geknüpft, um die ebenfalls am Tabor aktiven Mountainbiker und Graffitimaler zu integrieren. ,,Der Tabor als Berg der Toleranz“,  meinte Gerd Morian.  Wer mit dabei sein möchte, sollte sich jetzt schon den  9. Mai vormerken: Damit das 3. Taborfest seine beiden Vorgänger übertrifft und  sich die Chancen auf den Bau eines Aussichtsturmes weiter erhöhen.  Wer die  Präsentation der HTWG verpasst hat,  ist am 16. Januar, 19 Uhr, in der Hochschule willkommen. Dann werden alle 16 Modelle gezeigt und erläutert.

Artikel und Bilder G.+H.Morian.

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