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Neue Anhörung in Wollmatingen-30.09.11 um 18.30 Uhr in St.Martin !!!!

23. September 2011

Liebe Wollmatinger und Fürstenbergler,

sicherlich haben Sie die Diskussionen die das Verkehrskonzept der Stadtverwaltung zur Verkehrsentlastung Wollmatingens ausgelöst hat, verfolgt. Leider besteht nun die Gefahr, dass lautstark vorgetragene Einzelinteressen und in der Folge die Berichte der aktuellen Tagespresse das eigentliche Anliegen, die tatsächlichen Vorhaben und Voraussetzungen  des Verkehrskonzepts in den Hintergrund drängen, oder es versuchen, denn Ziel muss es bleiben Wollmatingen und Fürstenberg endlich vom Durchgangsverkehr zu entlasten. Die Westtangente allein wird hierzu leider nicht ausreichen. Es ist auch rechtlich nicht möglich diese konzeptionelle Arbeit, diese lobenswerte Planungsanstrengung der Stadt bis zur Eröffnung der Westtangente zu verschieben, da es Verpflichtungen im Planfeststellungsverfahren zur Westtangente gibt, die eine weitere Entlastung durch das Verkehrskonzept fordern, da sonst die Westtangente nicht eröffnet werden darf.  Weitere Verzögerungen hätten daher die bittere, unverantwortliche Konsequenz, dass die Menschen in Wollmatingen auf unabsehbare Zeit diese unerträgliche Verkehrslast ertragen müssten, dass wir eine historische Chance an engstirnigen Einzelinteressen haben scheitern lassen und am Ende mit leeren Händen dastehen!

Die unechte Einbahnstraße ist die am wenigsten einschneidende Maßnahme um den Durchgangsverkehr von bis zu 20.000 Fahrzeugen täglich durch Wollmatingen zu entlasten. Zum Vergleich: Der Verkehr in der Bodanstraße wird mit 12.000 Fahrzeugen von Allen als unerträglich empfunden! Was sollen die verkehrsgeplagten  Wollmatinger dazu sagen, oder wird da mit zweierlei Maß gemessen?

Innerhalb von Wollmatingen und Fürstenberg kann der Verkehr ohne Einschränkungen wie gewohnt fließen. Lediglich von 06.00-09.00 Uhr wird morgens die Einfahrt nach Wollmatingen über die Radolfzeller Straße gesperrt. Alle anderen Zufahrten bleiben offen! Bevor man nun, wie einige Unternehmer, die Befürchtung in den Raum stellt, dass diese Beschränkung von drei Morgenstunden die Kundenströme versiegen lässt, sollte sich jeder einmal die Öffnungszeiten der Betriebe ansehen. Oder ist anzunehmen, dass Fahrzeughaltern erst morgens um 06.00 Uhr in der Frühe bei der Fahrt durch Wollmatingen  einfällt, dass sie ihr Auto in der Litzelstetter Straße lackieren müssen oder sich einen neuen Toyota kaufen sollten? Auch die sogenannte „Laufkundschaft“ wird sich vermutlich um diese Zeit noch in Grenzen halten?

Auch abends, so die Absicht,  sind es lediglich 3 Stunden von 15.00-18.00 Uhr. Auch hier ist lediglich die Ausfahrt über die Radolfzeller Straße gesperrt, alle anderen Zu- und Ausfahrten sind offen. Das heißt, dass die Kunden aus Radolfzell etc. uneingeschränkt die Betriebe erreichen können. Auch aus der Stadt heraus besteht kein Problem. Lediglich auf dem Rückweg müssten sich die Kunden an einen anderen Weg gewöhnen. Über welche „Umwege“ diskutieren wir in diesem Zusammenhang eigentlich? Die künftige Strecke, über die Westtangente und andere Einfahrten nach Wollmatingen, machen sage und schreibe ganze 2-3 km aus !

Andere Betriebe haben ohnehin, so wird berichtet, wohl schon seit längerer Zeit Bauanträge im Gewerbegebiet gestellt, oder sind wie z.B. in der Fürstenbergstraße auf Höhe der Volksbank nicht von der Radolfzeller Straße betroffen. Zudem muss darauf hingewiesen werden, dass seit vielen Jahren allen Wollmatingern bewusst ist, dass mit der Eröffnung der Westtangente Veränderungen in der Verkehrslenkung notwendig werden. Hinzuweisen ist da auch auf die unzähligen Berichte und öffentlichen Veranstaltungen in Wollmatingen. Zuletzt wurde dieses Verkehrskonzept im Juli 2011 vorgestellt und im Südkurier ausführlich behandelt. Insofern ist es doch etwas weit hergeholt, jetzt von einer Überraschung zu sprechen.

Interessant ist auch das „Zahlenspiel“ der Universität. Bis heute wurde in Bezug auf das Verkehrsgutachten immer wieder betont, dass lediglich ein verschwindend geringer Fahrzeuganteil von 300-900 Fahrzeugen Richtung Universität fahren würde und daher eine dritte Zufahrt unsinnig sei. Nun wird gemeldet (Südkurier 23.9.), dass es 2.600 Fahrzeuge seien. Willkürlich und nach „Wetterlage“ wird da scheinbar mit einem für die Wollmatinger so belastenden Vorgang umgegangen. Möge sich da jeder selbst seine Meinung bilden! Es ist an der Zeit, dass die Universität mit diesem Vorgang seriöser umgeht und endlich ein zukunftsfestes Konzept erarbeitet, das den Individualverkehr einschränkt und ihre ungelösten Verkehrprobleme nicht Richtung Wollmatingen – Fürstenberg und Allmannsdorf verschiebt!

Fast 20.000 Menschen leiden in diesen Ortsteilen seit Jahrzehnten an einem ständig zunehmenden Durchgangsverkehr, an Lärm, Abgasen und Dreck. Wenn nun endlich nach jahrzehntelangen Bemühungen der Wollmatinger Bürger die Stadtverwaltung ein umfängliches Entlastungskonzept vorlegt, ist es unsere Verantwortung es ohne Vorurteile und engstirnige „Angst vor der Veränderung“ zu diskutieren und nicht bis zur Unkenntlichkeit zu zerreden. Es darf nicht, wie schon so oft, an Einzelinteressen scheitern, sondern muss das öffentliche Gesamtinteresse und da vor allem die Gesundheit unserer Kinder im Blick behalten. Gerade sie können erwarten, dass wir nicht nur unsere „lieben Gewohnheiten“ und gegenwärtigen Einzelinteressen verteidigen, sondern sicherzustellen, dass sie unseren Ortsteil nicht als menschenfeindliche „Autobahn“, sondern als ihren Heimatort wahrnehmen, in dem sie ohne Angst zum Kindergarten oder zur Schule gehen können, in dem sie einfach einigermaßen gefahrlos  „leben“ können.

Deshalb unser Appell: Kommen Sie zur Anhörung ! Informieren Sie sich über die Tatsachen ! Diskutieren Sie mit für die Zukunft unserer Kinder !

Der Termin ist am 30.09.11 um 18.30 Uhr in St.Martin !

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